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Autor Thema: Verschlimmerungsantrag Hausärztin wurde nicht angehört!!!  (Gelesen 3818 mal)
comander7
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« am: Juni 11, 2011, 09:54:27 »

Hallo zusammen, hatte anfang Februar einen Verschlimmerungantrag gestellt!
 
Habe bis jetzt 60% Mit "G" unbefristet!
 
Nun leide ich seit einem dreiviertel Jahr (die ich auch schon krankgeschrieben bin) an phobischen Schwankschwindel.
 
Heißt, mir wird in unregelmäßigen Abständen ohne vorwarnung schwindelig! Bin schon öfter im Supermarkt in die Regale gefallen!
 
Laut Schwindelambulanz Essen, wurde mir mitgeteilt, das mein Gleichgewichtssinn irgendwann in den letzten 5-7 Jahren einen Schaden bekommen hat und das meine Augen in den letzten Jahren den Gleichgewichtssinn dann übernommen haben!
 
Habe dann BL und AG mitbeantrag,aber
 
Jetzt wurde mein Verschlimmerungantrag abgelehnt!
 
Allerdings habe ich jetzt rausgefunden, das meine Haus-ärztin überhaupt nicht dazu aufgefordert wurde dazu stellung zu nehmen!
Ich hatte alle involvierten Ärzte mit angegeben, doch meine Haus-ärtzin wo ja alles zusammen kommt, wurde nicht gehört!
 Das Versorgungsamt hat nicht einmal bei meiner Hausärztin eine Stellungnahme angefordert. ...
 
Habe jetzt formlos Wiederspruch eingelegt!

Ist das rechtens? Keine Ahnung wo die ihre Infos her hatten!
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #1 am: Juni 11, 2011, 10:30:12 »

Hallo und erst einmal Willkommen bei uns im Forum.

Auch wenn ich von dem Schwankschwindel noch nichts gehört habe, weiß ich doch, das es bestimmte Probleme mit der geschilderten Sachlage geben kann.

Zum Antrag:
Sicherlich hätte die Hausärztin gehört, resü. angeschrieben werden müssen. So dieses nicht erfolgt ist, kann das ein guter Widerspruchsgrund sein.
Im Normalfall sollten alle angegebenen Ärzte angeschrieben werden.
Wenn allerdings das Versorgungsamt der Meinung ist, das eine Anhörung der Hausärztin gegenüber den Fachärzten  nichts Neues bringen würde, dann "vergessen" sie das wohl gerne.

Auch sollte das gutachten gut durchgearbeitet werden. Manchmal finden sich so manche Widerspruchsgründe im Text, z.B. weil einiges nicht berücksichtigt wurde.

Widerspruch formlos reicht, Begründung kann auch ein wenig später erfolgen, hauptsache, der Widerspruch ist fristgerecht dort.

Dream71
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« Antworten #2 am: Juni 11, 2011, 10:56:06 »

ZurErklärung der Krankheit.
Unter einem phobischen Schwankschwindel versteht man einen Schwindel, der typischerweise in Belastungssituationen auftritt und nicht mit vegetativen Symptomen (z.B. Übelkeit und Erbrechen) und Hirnstammsymptomen einhergeht.
2. Epidemiologie [bearbeiten]

Der phobische Schwankschwindel ist die dritthäufigste Schwindelform (nach der Neuronitis vestibularis und dem benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel).
3. Ätiopathogenese [bearbeiten]

Belastungssituationen führen über eine psychogene Reaktionsbildung zum phobischen Schwankschwindel. Häufig wird ein sekundärer Krankheitsgewinn erlangt, der die Chronifizierung der Beschwerden fördert.
4. Klinik [bearbeiten]

Die betroffenen Patienten klagen über Schwindel, der sich durch eine Gangunsicherheit oder ein Schwanken manifestiert und der in der Regel situationsgebunden auftritt. In den seltensten Fällen führen die Beschwerden zum Sturz. Vegetative Begleitsymptome (Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckabfall) oder Hirnstammsymptome werden nicht angegeben.

Häufig ist der psychopathologische Befund auffällig: die betroffenen Patienten sind häufig ängstlich und/oder zeigen eine depressive Verstimmung.
5. Differenzialdiagnose [bearbeiten]

Differenzialdiagnostisch sollte eine organische Ursache des Schwindels ausgeschlossen werden. Dazu hören z.B. das Subclavian-Steal-Syndrom, eine Erkrankung des Vestibularorgans oder auch Durchblutungsstörungen im Bereich des Hirnstamms. Bei gleichzeitig auftretendem Tinnitus und Verschlechterung des Hörvermögens sollte ebenfalls ein Morbus Menière bedacht werden. Die Gangunsicherheit kann ebenfalls durch eine Polyneuropathie bedingt sein.
6. Diagnostik [bearbeiten]

Grundlage ist eine ausführliche Anamnese sowie eine gründliche neurologische Untersuchung. Weiterhin sollten eine Funktionsprüfung des Vestibularorgans (z.B. rotatorische Prüfung, thermische Prüfung) und ggf. eine Angiographie erfolgen.

Eine Polyneuropathie kann durch elektrophysiologische Untersuchungen wie die Elektroneurographie ausgeschlossen werden.
7. Therapie [bearbeiten]

Die Erkrankung sollte durch eine Psychotherapie und eine Verhaltenstherapie behandelt werden. Bei begleitend auftretender Depression ist die Verordnung eines Antidepressivums sinnvoll.

Aufgrund der hohen Suchtgefahr sollten die anxiolytisch wirkenden Benzodiazepine nur kurzfristig oder gar nicht verordnet werden.

Eine physiotherapeutische Behandlung mit Gangschulung kann ebenfalls sinnvoll sein, um die Gangunsicherheit zu beheben.
8. Prognose [bearbeiten]

Wenn bereits eine Chronifizierung erfolgt ist, ist die Prognose eher ungünstig. Ansonsten ist jedoch ein vollständiges Verschwinden der Beschwerden möglich, wenn die Patienten krankheitseinsichtig sind und die Therapie adäquat ist.
Gruß Dream71
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