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Autor Thema: Wartezeit und Werdegang bei Antrag auf Teilhabe  (Gelesen 11230 mal)
Diana
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« am: Juni 17, 2010, 17:07:08 »

Hallo Foris

ich habe vor einiger Zeit auf Drängen und Anraten der SB einen Antrag auf GdB und einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben bei der LVA gestellt. Hintergrund war der dass ich einige Krankheiten habe, die äusserlich kaum sichtbar sind, meine SB immer darauf rum ritt "für sie sehe ich nicht wie ein Kranker aus". Also habe ich diesen Antrag gestellt und habe auch ganz klar vor Augen was ich denn lernen möchte, da ich meine alten erlernten Berufe nicht mehr ausüben kann.

Die LVA schrieb mir Anfang Juni einen Brief in dem es heisst:
"Der GdB könne noch nicht abschliessend bearbeitet werden da es ihnen noch nicht gelungen ist alle ärztlichen Befunde zu bekommen. Ich solle mich bitte noch ein wenig gedulden"

Im Zuge des "Antrags auf Teilhabe am Arbeitsleben" wurde ich zu einem medizinisch psychologischen Dienst bei einem Rehakompetenzzentrum bestellt. Dort haben die ihre ärztlichen Untersuchungen und Eignungstest gemacht. Für mich war das Ergebnis nicht neu, da ja andere Ärzte dies schon mehrmals benannt hatten. Das ist auch über einen Monat her, so dass die ARGE und die LVA diesen Abschlussbericht haben müssten.

Nun sind meine Fragen die:

Wer von Euch hat Erfahrung damit wie lange es dann noch dauern würde bis man einen (seinen) Beruf erlernen kann, den man erlernen möchte?
Habe ich einen Anspruch darauf auch genau diesen Beruf zu erlernen oder muss ich auch anderen Beruf annehmen? Hintergrund für diese Frage ist der, dass ich einen speziellen Beruf angegeben habe und eben auch diesen erlernen möchte. Nun kann es sein dass der Beruf nicht laufend irgendwo geschult wird und bis zum nächsten Lehrgang wohl Monate vergehen könnten und die SB dann vielleicht versuchen werden mich woanders rein zu drängen. Genau das würde ich dann doch gerne vermeiden.

Habt Ihr Erfahrungswerte wie das dann bei dem KJC abläuft oder lassen die einen dann wenn sie plötzlich sehen "ist ja doch ein Kranker und kein Scheinkranker" plötzlich in der Schwebe hängen, während man daheim auf Post wartet?

Wie lange hat es bei Euch gedauert bis das endlich alles vernünftig lief und wie lange musstet Ihr auf Antwort von der LVA warten bzw. auf die Genehmigung des Antrags "Leistung auf Teilhabe".

Wie ging das dann bei Euch weiter? Gerne auch über PN wem das doch eher zu persönlich ist und er/sie zu der Thematik nicht offen schreiben möchte.

Beim Bescheid GdB lese ich dass es immer ratsam ist in Widerspruch zu gehen. Genau das habe ich auch vor, wenn der Bescheid meinen Vorstellungen nicht entspricht. Mit wem habt Ihr da gute Erfahrungen machen können bzw. was würdet Ihr mir raten? Ich dachte so an VdK. Aber vielleicht gibt es noch Stellen die da besser sind, Stellen die ich nicht kenne.

Ganz liebe Grüsse
Rotkäppchen
Gast
« Antworten #1 am: Juni 17, 2010, 19:31:14 »


Wer von Euch hat Erfahrung damit wie lange es dann noch dauern würde bis man einen (seinen) Beruf erlernen kann, den man erlernen möchte?

Wenn man einen neuen Beruf benötigt, wartet man nicht. Ich weiss ja nicht, was du dir da vorgestellt hast. Wenn du noch ganz jung bist, könntest du eine Ausbildung machen. Dann fällst aus dem ALG II heraus. Wenn du älter bist, kannst du dir eine Weiterbildung im Kursnet der ARGE aussuchen und diese schriftlich beantragen.

Zitat
Habe ich einen Anspruch darauf auch genau diesen Beruf zu erlernen oder muss ich auch anderen Beruf annehmen? Hintergrund für diese Frage ist der, dass ich einen speziellen Beruf angegeben habe und eben auch diesen erlernen möchte. Nun kann es sein dass der Beruf nicht laufend irgendwo geschult wird und bis zum nächsten Lehrgang wohl Monate vergehen könnten und die SB dann vielleicht versuchen werden mich woanders rein zu drängen. Genau das würde ich dann doch gerne vermeiden.

Eigentlich müsstest du die erste Frage oben beantworten.

Einen Anspruch auf eine Weiterbildung hat man nicht. Aber wenn man dadurch in Arbeit kommen kann, dann fördert das die ARGE manchmal. D.h. suche dir einen Kurs aus und stelle einen schriftlichen Antrag. Z.B. so: "Zur Erhöhung meiner Chancen auf dem Arbeitsmarkt benötige ich eine Umschulung, da ich meinen Beruf als.... nicht weiter ausüben kann. Dabei hatte ich eine Schulung zum....(Beruf)..... ins Auge gefasst, die ich in der Zeit vom.... bis..... bei....... absolvieren kann. Gesamtkosten: ....Euros.

Durch diese Weiterbildung könnte ich durchaus wieder in Arbeit kommen, denn der Beruf ist....(und hier reinschreiben, weswegen der Beruf immer mehr benötigt wird und wie du dadurch auch viel mehr Bewerbungsmöglichkeiten hast. Musst das gut verpacken).

Hervorragend ergänzt sich diese Weiterbildung auch mit meinen Kenntnissen in..... (oder: Mit meiner Begabung zum....).

Mit freundlichen Grüßen

Das müsstest du selbst beschreiben, weswegen der Job so gut zu dir passt und weswegen du damit in Arbeit kommen kannst.

Diesen Antrag müsstest du schriftlich gegen Nachweis bei der ARGE abgeben. Wenn innerhalb von 6 Monaten nichts schriftliches kommt (Absage oder Zusage - meistens kommt eine Absage), dann kannst du beim Sozialgericht eine Untätigkeitsklage einreichen.

Wenn aber eine Absage kommt, dann kannst du dagegen einen Widerspruch einreichen. Z.b. mit der Begründung, wie sich dein Amt vorstellt, dich sonst in Arbeit zu bringen.

Wenn danach innerhalb von 3 Monaten kein Widerspruchsbescheid kommt, wird nchmal eine Untätigkeitsklage geschrieben.

Wenn ein negativer Widerspruchsbescheid kommt, kannst du klagen. Dann entscheidet der Richter, ob du die Maßnahme benötigst oder nicht. Macht er auch nicht im Eilverfahren. D.h. das kann alles bis zu 2 Jahren dauern.

Zitat
Habt Ihr Erfahrungswerte wie das dann bei dem KJC abläuft oder lassen die einen dann wenn sie plötzlich sehen "ist ja doch ein Kranker und kein Scheinkranker" plötzlich in der Schwebe hängen, während man daheim auf Post wartet?

Wie lange hat es bei Euch gedauert bis das endlich alles vernünftig lief und wie lange musstet Ihr auf Antwort von der LVA warten bzw. auf die Genehmigung des Antrags "Leistung auf Teilhabe".

Wie ging das dann bei Euch weiter? Gerne auch über PN wem das doch eher zu persönlich ist und er/sie zu der Thematik nicht offen schreiben möchte.

Vielleicht weiß Adimin hier Bescheid.



Wenn du mir die obigen Fragen beantwortest, dann kann ich dir weiterhelfen. Desto jünger du bist, desto mehr Aussicht auf Förderung hast du. Die sparen nämlich, und dann bleiben meist die älteren auf der Strecke.

« Letzte Änderung: Juni 17, 2010, 19:34:41 von Mobydick »
Diana
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« Antworten #2 am: Juni 17, 2010, 22:44:36 »

Hi MobyDick  flowers schön Dich zu lesen.

Erstmal möchte ich Dir noch  sagen für Dein Schreiben welches Du mir damals gepostet hattest wegen der Anhörung / Sanktion. Meine SB fand das Schreiben scheinbar so gut  rooopfl dass ich danach nix mehr von Sanktion gehört habe und auch keine bekam.

So nun zu den Fragen:

Also meinereiner ist 43 und wird dieses Jahr 44 Jahre alt. Also noch recht jung  zwinki denn immerhin sollen wir ja noch bis zum 67 Lebensjahr arbeiten.
Momentan wird mittels Antrag auf Teilhabe am Berufsleben geklärt wer der Kostenträger für die Umschulung sein soll. Hier wird geklärt ob die DRV Kostenträger wird oder nicht. Umschulung für 2 Jahre weil ich schon anderen Beruf habe, daher steht mir wohl keine Umschulung für 3 Jahre zu .... so habe ich das zumindest verstanden.

In dem Zwischenbericht des REHA Kompetenzcenters wird in etwa stehen dass ich aufgrund meiner Krankheiten nur noch für Bürotätigkeiten eingesetzt werden kann, Büro ohne Lärm und wo ich nicht hauptsächlich telefonieren muss (wegen der Schallempfindungsschwerhörigkeit).
Darum wollte ich "Kauffrau für Bürokommunikation" erlernen.
Desweiteren darf ich nicht im Lärm, Kälte, Nässe arbeiten und das Schwerste was ich heben darf ein Aktenordner (wegen der Morbus Bechterew Krankheit). Also alles nicht so rosig.

Aber von der DRV habe ich da noch keine Antwort ob sie die Kosten übernehmen würden. Das kann aber daran liegen dass die den Abschlussbericht erst erhalten haben, wenn sie den überhaupt schon haben. Zur Begutachtung war ich Anfang Mai und der Abschlussbericht sollte in ca. 4 Wochen dann an das KJC und DRV gesandt werden.

Den Antrag GdB konnte man noch nicht bearbeiten weil noch nicht alle Gutachten da wären. Da schrieb man mir ich möge mich noch ein wenig gedulden.

Liebe Grüsse

 
dragonflyer
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« Antworten #3 am: Juni 18, 2010, 08:31:49 »

Eine berufliche Reha ist ja extra für Leute, die ihren bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht ausüben können.

Sehr häufig finden die in einem von mehreren BfW´s statt.  Da reißt man eine normale Ausbildung bis hin zum Techniker in 24 Monaten ab, vorher ist meistens der RVL (Rehavorbereitungslehrgang) von 3 Monaten.

Bis man in einer beruflichen Reha sitzt, kann je nachdem paar Wochen bis hin zu einem Jahr oder länger dauern.

Es findet irgendwann eine Berufsfindung von 2-6 Wochen statt, wo die Neigungen und Fähigkeiten abgecheckt werden.

An sich soll auf den Wunsch eingegangen werden, was man für eine Ausbildung machen will, allerdings müssen dafür auch die gesundheitlichen Einschränkungen beachtet werden und ob jemand für diesen Beruf geeignet ist. Nicht jeder bekommt die Ausbildung, die man haben möchte.
Beispiel: Männe wollte gerne IT-Systemelektroniker machen, die meinten er wäre mit 45 Jahren zu alt dafür, jetzt macht er Elektroniker für Systeme und Geräte und hat extrem viel mit Hard- und Software zu tun, diese Bereiche muss er auch können. Er kann hinterher im gleichen Bereich arbeiten. Es wurde somit eine ähnlich gelagerte Ausbildung.

Bei Männe hatte das ganze Verfahren 9 Monate gedauert, bei mir waren es gerade mal 2 Monate, 1 Woche nach Berufsfindung saß ich schon in der beruflichen Reha.

Die Lernerei bei der beruflichen Reha sollte man nicht unterschätzen, immerhin werden die Ausbildungen auf 24 Monate gestaucht, die Prüfungen sind die gleichen für normale Ausbildungsgänge.
Diejenigen, die es auf die zu leichte Schulter nehmen oder die berufliche Reha mit einem bezahlten Urlaub verwechseln, sind auch schnell raus aus der Reha.
Am Anfang kommt es einem so vor, als wenn diese 2 Jahre + 3 Monate ja ewig lange ist.
Man ist aber so sehr beschäftigt, dass die Abschlussprüfung eher da ist als man schauen kann.

P.S. Betreffs Antrag GdB, einen Widerspruch kann man auch selber schreiben, am besten schreibt man wirklich jede noch so kleine Einschränkung im Alltag auf, so eine Art Protokoll. Ist sehr hilfreich, auch wenn es einmal richtig Schreibarbeit bedeutet.

Der VdK wird häufig empfohlen, andere haben wiederum sehr schlechte Erfahrungen mit denen gemacht, weil die alles schleifen lassen würden.
Ob es ratsam ist, hängt wohl auch vom Wohnort ab....
« Letzte Änderung: Juni 18, 2010, 08:35:19 von dragonflyer »

ARGE-Dreisatz: Warum? Wo steht das? Geben Sie mir das schriftlich?     

MPD-Netzwerk, das Netzwerk für myeloproliferativen Erkrankungen
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Diana
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« Antworten #4 am: Juni 18, 2010, 14:36:09 »

Zitat:
vorher ist meistens der RVL (Rehavorbereitungslehrgang) von 3 Monaten.
Zitatende:

Aha. Davon hab ich auch noch nichts gehört. Was genau wird dort gemacht?

Zitat:

Es findet irgendwann eine Berufsfindung von 2-6 Wochen statt, wo die Neigungen und Fähigkeiten abgecheckt werden.

An sich soll auf den Wunsch eingegangen werden, was man für eine Ausbildung machen will, allerdings müssen dafür auch die gesundheitlichen Einschränkungen beachtet werden und ob jemand für diesen Beruf geeignet ist.
Zitatende:

So was musste ich in dieser einen Woche beim Reha Kompetenzcenter des BfW machen. Aber eben nur 1 Woche.

Zitat:
Die Lernerei bei der beruflichen Reha sollte man nicht unterschätzen, immerhin werden die Ausbildungen auf 24 Monate gestaucht, die Prüfungen sind die gleichen für normale Ausbildungsgänge.
Zitatende:

Sowas finde ich auch blöd dass die das auf 24 eindämmen. Dann wird sich gewundert wenn die Noten am Ende nicht so sonderlich gut sind.

Ich bin mal gespannt wie das bei mir weiter läuft.

Liebe Grüsse
Diana
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« Antworten #5 am: Januar 28, 2011, 22:08:13 »

Hi Foris

heute mal wieder Post von mir und wie kann es anders sein, auch ein paar Fragen an Euch.

Also seid Dezember bin ich nun in einer Umschulungsmassnahme, Kostenträger ist die DRV. Dem KJC habe ich im November mitgeteilt dass dann ab Mitte Dezember die DRV für mich Unterhaltsgeld zahlen wird und sobald ich da einen Zahlungseingang habe ich mich schriftlich melde.

Nun hat die DRV aber im Dezember gar nicht gezahlt, sondern sich an das KJC gewandt um zu erfahren welches Geld sie mir im Dezember überwiesen haben. Dieses Geld haben sie dann von meinem Unterhaltsgeld abgezogen, dem KJC zugesandt und den Restbetrag Mitte Januar auf mein Konto überwiesen.

Genau hier meine ich dass dies so hätte nicht laufen müssen, denn beim KJC spricht man vom Zufluss ......... Zufluss den ich im Dezember also nicht hatte (bis auf das vom KJC)

Dann habe ich im Juli 2010 beim KJC schriftlich Bescheid gegeben, dass meine Tochter ab August 2010 ein Lehrverhältnis beginnt und nicht mehr mit zur BG zählen soll. Von da an wurde mir das Geld gekürzt und meine Tochter tauchte dort nun nicht mehr mit in der Berechnung auf.

Nun bekomme ich ein Schreiben vom KJC wo die von meiner Tochter die Bescheide über Arbeits- Ausbildungsentgelt haben wollen und die Kontoauszüge von ihrem Nebenverdienst. Darunter wollen sie von meiner Tochter und mir alle Kontoauszüge vom gesamten Jahr 2010 haben. Das Schreiben von denen ist am 25.01.2010 aufgesetzt worden und die Anhörung bzw. Stellungnahme soll ich bis zum 08.02.2011 dort abgeben. Deren Vorwurf ist nun ....... wir hätten zu Unrecht Leistungen erhalten.

Erschwehrend kommt noch dazu dass ich nicht am Wohnort die Ausbildung mache, sondern im Internat untergebracht bin und nur alle 2 Wochenenden zu Huase bin. Das werden die vom KJC auch wissen und trotzdem setzen die solche Fristen.

Nun meine Frage an Euch ........... was kann ich am Besten tun?
Ich bin auch der Meinung dass die Daten meiner Tochter, Ausbildungsvertrag, ihr Azubigehalt und was sie sich dazu verdient, ihre Kontoauszüge denen eine Dreck angehen.
Mir haben die seit August nur noch monatlich 420 Euro gezahlt ......... da meinen die noch es wäre eine Überzahlung? Also jetzt machen die aber Dinger......

Was würdet ihr jetzt am Besten machen ..........
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