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Autor Thema: antrag auf erhöhung des gdb  (Gelesen 20464 mal)
Miorankis
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« am: September 11, 2010, 14:37:40 »

hallo,

bin 32 j., leide an depressionen und habe eine wirbelsäulenerkrankung (BWS-Kyphose)
mir wurde vor 2 jahren ein GDB von 20 anerkannt.dann legte ich innerhalb von 4 wochen widerspruch ein.da der widerspruch nichts nützte reichte ich über meinem anwalt die klage ein.

monate später wurde der GDB auf 30 erhöht.

habe neulich einen änderungs-verschlechterungsantrag gestellt,habe zu dem antrag aktuelle ärztliche befunde beigelegt.

aktuellen befund von neurologen und vom orthopäden.

was meint ihr.wird das versorgungsamt mir einen höheren GDB anerkennen. oder den antrag ablehnen?
Rotkäppchen
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« Antworten #1 am: September 11, 2010, 14:54:02 »

Aus eigenen Erfahrungen kann ich dir sagen, dass die im Moment sparen und auch sparsam mit der Erwerbsminderung sind. Da Depressionen und psychische Erkrankungen nicht so leicht nachzuvollziehen sind, werden sie meist nicht anerkannt.

Ebenfalls eine kleine Erfahrung, die ich machen durfte: Es ist nicht wichtig, wie krank du bist, sondern inwieweit dich dein Problem an der Arbeit hindert. Auf dieser Basis müsstet du die Widersprüche formulieren.

D.h. es macht nichts, wenn dein Kopf kaputt ist oder ob er noch dranhängt. Wichtig ist: "Schwere Kopfschmerzen ermöglichen mir keine Konzentration und keine Ausübung der Arbeit".

Warte bitte auf Adimin. Der kann dir sicher noch mehr dazu sagen.
Rudi Wühlmaus
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« Antworten #2 am: September 11, 2010, 15:01:39 »

...habe neulich einen änderungs-verschlechterungsantrag gestellt,habe zu dem antrag aktuelle ärztliche befunde beigelegt.

aktuellen befund von neurologen und vom orthopäden.

was meint ihr.wird das versorgungsamt mir einen höheren GDB anerkennen. oder den antrag ablehnen?

Warte erst einmal ab wie das Versorgungsamt entscheidet und wenn dann der Bescheid vorliegt, ist es Zeit sich weitere Gedanken zu machen, auch über ev. Widersprüche. Vorher ist es nur unnütze Energieverschwendung, Energie die du sicherlich besser einsetzen kannst.

Übrigens, Du hast so weit ich informiert bin, alle 1/2 Jahr das Recht "Verschlimmbesserungsanträge" zu stellen.

 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
Windoof nur beim Kunden; Ansonsten LINUX
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #3 am: September 11, 2010, 15:21:17 »

Nun ja, das ist alles richtig und auch wieder nicht. zwinker

Beim Versorgungsamt kommt es nicht unbedingt auf die Arbeitseinschränkung an. Das it mehr bei den Argen oder bei der Rente.
Beim Versorgungsamt kommt es auf die beeinträchtigung des gesamten Lebensablaufes an.

Also sind Kopfschmerzen z.B. nicht für sich alleine ein Grund, eine GdB zu erhalten.
Aber wenn man die Auswirkungen der "Kopfschmerzen" bedenkt, bei Migräne z.B. , dann kann es einen GdB geben. Je nach Schmerzen ist man ja eingeschränkt. Wer also mit Übelkeit und Kreislauf ko. bei einem Migräneanfall reagiert oder sich ins Dunckle zurückziehen muss, der ist sehr in seinem Leben behindert. Und wenn das dann noch mehrmals die Woche eintritt.................

Und so ist es eben mit allen Krankheiten und Behinderungen. Die Auswirkung auf das Leben und nicht die Krankheit an sich werden bewertet.
Es gibt nun Standards, die in der GdB-Tabelle beinhaltet sind.
Die werden ohne weitere Schilderung oder ohne eindeutige Befunde herangezogen.

Aber immer auch soll man seine Probleme mit der Behinderung schildern.
So wahr wie möglich.
Also auch nichts beschönigen. Also nach dem Motto: Ach, wen ich die Zähne zusammenbeisse, dann............

Wobei natürlich die Beeinträchtigung im Arbeitsleben auch ein Aspekt ist, aber eben nicht alles.

Ob Du nun eine Erhöhung durchbekommst oder nicht, das wage nicht einmal ich zu sagen, denn Wahrsagen und Hellsichtigkeit gehören nicht zu unserem Forum. zwinker


Wenn Du den bescheid vorliegen hast, dann schaun wir weiter. Dann kann man auch sagen, ob die Entscheidung richtig ist oder nicht. Und kann dann die entsprechenden Schitte einleiten.

Miorankis
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« Antworten #4 am: September 12, 2010, 15:19:25 »

danke euch für die antworten.

im vergangenen jahr 2009 hatte ich am po neben dem after einen abszess,war geschwollen,der durch operation entfernt wurde.ich lag 3 tage im krankenhaus.

ich habe den befund über den abszess dem antrag (versorgungsamt) nicht beigelegt, weil ich dachte dass das versorgungsamt mir keinen höheren GDB gibt.

oder kann ich es nachreichen?
dragonflyer
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« Antworten #5 am: September 12, 2010, 15:25:28 »

Für einen Grad der Behinderung muss ein Zustand länger als 6 Monate anhalten, damit es relevant ist.

Wenn es folgenlos abgeheilt ist von der Op, ist es unwichtig.

ARGE-Dreisatz: Warum? Wo steht das? Geben Sie mir das schriftlich?     

MPD-Netzwerk, das Netzwerk für myeloproliferativen Erkrankungen
Link auf Weltkugel folgen.
Maxi
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« Antworten #6 am: November 26, 2010, 12:36:36 »

den Grad der Behinderung ist nicht von einem einmaligen Zustand abhängig
ondern der Zustand der Behinderung muss chronisch beziehungsweise
 auf nicht absehbare Weise also ein Dauerzustand sein.
 Die Anerkennung erfolgt wenn mindesten dieser Zustand schon 6 Monate an einem Stück besteht,
Beispiel :also nicht heute habe ich Schmerzen und vielleicht wieder in einer Woche, sondern kontinuirlich
so muss also die Behinderung auch ein Dauerzustand sein ,
und es muss regelmäßig eine Betreuung durch einen Arzt erfolgen,
der dann auch die Behinderung diagnostizieren kann.
Sevi
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« Antworten #7 am: November 26, 2010, 14:01:55 »


Huhu!

Rundrücken ( im Volksmund "Buckel") ist kein Grund, nen GdB zu erhalten. Meine Mam kennt sich bestens aus, ich hab gefragt.
Sie sagt, Du sollst froh sein, überhaupt 30 bekommen zu haben. Sie meint, dass Du die eher auf den Depri bekommen hast.
Auch wenn Du nen Verschlechterungsantrag gestellt hast, kanns durchaus sein, dass sie die die 10 die sie Dir bei der Klage
gegeben haben, wieder weg nehmen. Zur Zeit ist das Versorgungsamt hart drauf....

Liebe Grüsse

Sevi 

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Zitat aus "der kleine Prinz"
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #8 am: November 26, 2010, 14:09:14 »

Bevor wir hier mit Halb- und sonstigem Wissen arbeiten:
Auch für den Rundrücken bekommt man Prozente.
Der GdB ist nicht von der Krankheit an sich abhängig, sondern von der Einschränkung, also sprich Behinderung im täglichen Leben.

Macht mir bitte die Menschen nicht scheu.
Einen Antrag sollte man immer stellen.
Auch einen Erhöhungsantrag. Ob und was dann dabei heraus kommt, das überlassen wir dann doch bitte dem Versorgungsamt. Das wird nämlich die entsprechenden Unterlagen der Ärzte erhalten.

Irgendwelche Meinungen von Ferndiagnostikern können eine Untersuchung durch das VA nicht ersetzen.

Ich kenne mich ja nun mit diesen Dingen einigermaßen gut aus und wage es nicht, hier eine Prognose zu stellen.
Wenn man die Dinge richtig anfasst und noch bessere Begründungen bringen kann, dann ist schon viel erreicht.

Ist eben immer eine Sache des Einzelfalls.

Sevi
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« Antworten #9 am: November 28, 2010, 17:48:17 »

Huhu Adimin!

jawoll! :)

Ich wollte nur warnen, im Familienkreis hatten wir vor kurzem sowas... ein Verschlimmerungsantrag wurde gestellt, GDB abgezogen von 100 auf 90!

Schönen ersten Advent!

Liebe Grüsse

Seve 

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