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Autor Thema: 400 Euro Basis JOB annehmen oder nicht ?  (Gelesen 14745 mal)
OM 2009
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« am: Februar 02, 2011, 09:21:43 »

Frage: Muss ich einen 400 Euro Basis Job auf Abruf annehmen , wenn mir die ARGE das aufzwingt ?

Beim Vorstellungsgespräch hieß es , dass ich keine 400 Euro verdienen würde, meist 200-300 Euro
Trotzdem berechnet mir die ARGE fiktive 400 Euro und zieht mir monatlich 240 Euro ab.



Beginne ich im März , dann bekomme ich den Lohn im April
Im April zieht mir die ARGE 240 Euro ab, egal ob ich nur 200 Euro verdiene.

Bekomme ich im April nur 200 Euro, wurden mir aber schon 240 Euro abgebucht.
Das fehlende Geld muss ich nachträglich anfordern , wenn ich die Lohnbescheinigung habe.

Muss ich sowas annehmen ?
Danke
Gruß

kuddel
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« Antworten #1 am: Februar 02, 2011, 09:57:27 »

Zitat
Hat man endlich einen Job gefunden, geht meistens gleich der nächste Ärger los. Kaum hat man nämlich der ARGE die freudige Nachricht übermittelt, geht diese häufig dazu über, sofort alle Leistungen einzustellen.
Diese "vorauseilende" Leistungseinstellung ist aber rechtswidrig, denn hier greift das so genannte Zuflussprinzip, also wenn Lohn/Gehalt und ALG II aufeinandertreffen:

a) Das Zuflussprinzip ist in der ALG II-V in § 2 Abs. 2 und 3 geregelt. Dieses besagt, dass das Einkommen in dem Monat auf das ALG II angerechnet wird, in dem man das Einkommen erhält. - Mit Erhalt ist gemeint, dass man tatsächlich darüber verfügen kann. Also i. d. R. der Tag, an dem das Geld dem Konto gutgeschrieben wurde.

Zurückzahlen musst du nur dann etwas, wenn durch dein anrechenbares Einkommen eine Überzahlung an ALG II erfolgt ist - in Höhe dieser Überzahlung.

b) Es gilt das Zuflussprinzip, d. h. das Einkommen ist immer in dem Monat anzurechnen, in dem es zufließt, und wenn es erst am letzten Tag des Monats ist:  Durchführungshinweise zu SGB II § 11 RZ 11.5 (PDF)

Beispiel:

Mai ALG II plus Mai Eingang Lohn/Gehalt = ALG II wird angerechnet
Mai ALG II aber Mai kein Lohn/Gehalt = ALG II wird nicht angerechnet

Wenn du also in einem Monat ALG II und Lohn/Gehalt erhalten hast, dann gilt:
War der jeweilige Lohn so hoch, dass nach Abrechnung des Erwerbstätigenfreibetrages nach § 11 SGB II und dem Selbstbehalt nach § 30 SGB II dein Bedarf gedeckt war, ist das volle ALG II zurückzuzahlen. Sollte aber das "anrechenbare Einkommen" niedriger sein als dein Bedarf, so besteht ein Restanspruch auf ALG II (sogenannte Aufstockung), d. h. das ALG II ist nur bis auf den Restanspruch zurückzuzahlen.

Die Berechnung erfolgt für jeden Monat einzeln:

Bruttolohn
- gesetzliche Abzüge
= Nettolohn
- Absetzungsbeträge nach §11 SGB II
- Selbstbehalt nach § 30 SGB
= anrechenbares Einkommen*

Wenn dieser Betrag* größer ist als dein ALG II-Anspruch, dann erfolgt eine komplette Rückzahlung, sonst nur eine Teilrückzahlung.

Was genau bei der Berechnung zu beachten ist, kann hier nachgelesen werden: Ratgeber Einkommensanrechnung

Bitte beachten:
* ALG II muß am Anfang des Monats zur Verfügung stehen.
* Lohn/Gehalt wird am Ende des Monats gezahlt und steht entweder im Abrechnungsmonat oder erst im nächsten Monat zur Verfügung (Zufluss!).

Sollte also die ARGE die Leistungen sofort bei Arbeitsaufnahme, d. h. noch  VOR  der 1. Lohn-/Gehaltszahlung einstellen, dann  UMGEHEND  Widerspruch einlegen.

Sobald die erste Lohn-/Gehaltsabrechnung des Arbeitgebers vorliegt, legt ihr der ARGE eine Kopie vor, damit diese berechnen kann, ob in Zukunft noch Ansprüche bestehen (Aufstockung) oder nicht.

http://hartz.info/index.php?topic=41.0

Hilfe für alle ARGEN Lebenslagen:
http://savaran.files.wordpress.com/2007/09/flussdiagramm.pdf
http://savaran.wordpress.com/

„Herr Schiedsrichter, ich danke Sie“ - Willi „Ente“ Lippens :)
lenny
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« Antworten #2 am: Februar 02, 2011, 14:13:55 »

Die Frage ist nicht "mußt" Du den Job annehmen, sondern erst einmal "willst" Du ihn annehmen lohnt es sich finanziell für Dich?

Die Argen gehen immer mehr darauf über, den Lohn pauschal vorweg zu berechnen, was einem zwar nicht passt, doch kümmert die das?
Bedenke, wenn sie das tut, dass du das zuviel abgezogene Geld immer im Nachhinnein von der Arge erhälst
Wenn man dann noch Fahrkosten hat etc etc...wird es trotz Arbeit manchmal recht eng.


OM 2009
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« Antworten #3 am: Februar 02, 2011, 20:14:49 »

Nein ich wills nicht wegen der blöden ARGE Abrechnung im Nachhinein.
Muss ich den Job annehmen oder nicht ?
Job auf Abruf.
wenn ich ablehne was dann ?

danke
kuddel
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« Antworten #4 am: Februar 02, 2011, 21:37:02 »

Na nu gehts ans Eingemachte....

Hast du eine EGV, EGV als VA oder nix davon?

Hast du einen Vermittlungsvorschlag mit RFB oder ohne bekommen?

Wie sehen deine Vermittlungseinschränkungen aus?

Hilfe für alle ARGEN Lebenslagen:
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OM 2009
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« Antworten #5 am: Februar 02, 2011, 23:27:04 »

Ich hatte diesen Job gefunden und als Nachweis angegeben , aber nicht angetreten, weil mir diese Verrechnungsart nicht passt.
Dann hat die ARGE mit der Firma noch mals einen Termin abgemacht wo ich hin bin.

termin kam per Mail von sachbearbeiter. Ich bin hin!

Ne in der EV steht nichts von einem 400 Euro Basis Job , nur dass ich Bewerbungsnachweise erbingen muss

kuddel
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« Antworten #6 am: Februar 03, 2011, 10:33:12 »


Dann hat die ARGE mit der Firma noch mals einen Termin abgemacht wo ich hin bin.

termin kam per Mail von sachbearbeiter. Ich bin hin!


Rechtlich wäre das alles nicht haltbar, weil die ARGE dich eigentlich nicht zu Dritten laden kann, da fehlt es schlicht an der gesetzlichen Grundlage. So ein Termin per Mail ohne RFB ist eigentlich so nicht bindend für dich, Problem wird wohl sein, dass die ARGE dir ev. Nicht-Bewerbung vorwirft. Abwarten....

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lenny
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« Antworten #7 am: Februar 03, 2011, 12:12:18 »

Rechtlich wäre das alles nicht haltbar, weil die ARGE dich eigentlich nicht zu Dritten laden kann, da fehlt es schlicht an der gesetzlichen Grundlage. So ein Termin per Mail ohne RFB ist eigentlich so nicht bindend für dich, Problem wird wohl sein, dass die ARGE dir ev. Nicht-Bewerbung vorwirft. Abwarten....


Wodrauf soll er warten,  die Frage lautete, annehmen oder nicht?
kuddel
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« Antworten #8 am: Februar 03, 2011, 13:44:49 »

Die Frage lautet auch: Können die begründet sanktionieren, oder nicht?!

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lenny
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« Antworten #9 am: Februar 03, 2011, 13:50:32 »

Die Frage lautet auch: Können die begründet sanktionieren, oder nicht?!

Ich weiß ja nicht, egal um welch § es sich handelt, ich glaube nicht, dass man einfach nnur nein sagen kann..

Davon abgesehen, die Phantasie sollte schon dafür reichen jeden dieser Billigjobs umgehen zu können.Zur Not ist man einfach nur unfähig, blöd,  wer weiß was, denn bevor ich sanktioniert werde, eine Klage laufen muß, fallen mir ebend als Kellner(Beispiel) so viel Teller runter, spreche ich kein gutes deutsch, kann im Höchstfall nur mein und dein unterscheiden(schon beim Bewerbungsgespräch), sodass die froh sind, mich nach 2 Tagen los zu werden.!
Deshalb wird nicht sanktioniert werden können!

Hu hu  der Lauscher an der Wand...SB genannt! bae22
« Letzte Änderung: Februar 03, 2011, 13:56:35 von lenny »
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